This Page

has been moved to new address

..::HalloDubai! Der Dubai-Blog::..

Sorry for inconvenience...

Redirection provided by Blogger to WordPress Migration Service
..::HalloDubai! Der Dubai-Blog::..: Oktober 2005

31.10.05

steuerfrei war einmal

So langsam schleichen sich an allen Ecken Gebühren ein...."The UAE are tax free". Ja klar - man kann dem Kind auch einen anderen Namen geben.
Seit 2005 hat die Stadtverwaltung sang- und klanglos eine "Housing Fee" eingeführt. Diese Gebühr wird netterweise vom Wasser- und Elektrizitätswerk eingezogen und wir monatlich einfach auf die Rechnung mit draufgehauen. Also gut organisiert dass muss man ihnen ja lassen. Wer nicht zahlt hat halt kein Wasser/Strom mehr...

Die Steuern, pardon "Gebühren" betragen 5% der Jahresmiete. Immobilienbesitzer bezahlen 5% von 10% des Kaufpreises.
Also mal kurz hochrechnen.....wenn jedes Wohnobjekt jährlich 5% der Miete bzw. Kaufpreises entrichtet, kann sich doch die Stadtverwaltung über einen Zustupf im Millardenbereich freuen. Und das alles ohne Steuern zu verlangen. :-)

Labels:

29.10.05

mmmh....Kamilka


Laut des lokalen Milchproduzenten "Al Ain" werden wir schon bald an Kamelschokolade knabbern können!! (Ka)-Milka eben...
Zusammen mit der Wiener Schokoladenfirma Hochleitner wird das Projekt umgesetzt. Liebe Schweizer Schoggifirmen, habt ihr vor lauter Schoggischlecken den Anschluss verpasst?

Die Produktion wird kommenden Sommer aufgenommen. Jeden Monat werden 50 Tonnen Kamelschoggi hergestellt.

Ich find's suuuuper. Ich freu mich inzwischen schon auf den ersten Kamelkäse oder auf den Kamelbutter-Brotaufstrich und auf das erste Tiramisu mit Kamelmascarpone oder wer weiß, die erste Kamel-Eiscreme.

Labels: ,

23.10.05

Omar Schamschuun


Wie? Du kennst Omar Schamschuun nicht? Wetten doch? Es ist der arabische Homer Simpson!
Die Simpsons sind seit gut einer Woche auch auf Arabisch im TV zu sehen. Ziemlich witzig wenn Homer auf Arabisch (und dazu auch noch mit ägyptischem Akzent) ausflippt.
Omar lebt immer noch in Springfield, hat aber aufgehört zu trinken..Sein Sohn Bart heißt neu Badr.

Labels:

21.10.05

Andere Länder, andere Sitten

Oft wenn ich mir die deutschsprachigen Medien durchlese oder mir diverse TV-Programme anschaue, wird immer wieder über die Integration der Ausländer gesprochen. Ich finde dieses Thema sehr interessant, besonders vor dem Hintergrund, dass die in den VAE lebenden deutschsprachigen Immigranten, bis auf wenige Ausnahmen, eine riesigen Nachholbedarf an Integration haben.

In den westlichen Medien kritisiert man Ausländer, weil sie...
- die Landessprache nicht beherrschen
- die Gepflogenheiten des Aufenthaltsortes nicht kennen und sich nicht daran halten
- die lokalen Gesetze nicht kennen und diese dementsprechend brechen
- unter Ihresgleichen weilen und wenige Freundschaften mit Einheimischen schließen
- sich anders kleiden
- "ihr" Essen am allerliebsten mögen und überall Restaurants mit dieser Kost aufmachen
- die Religion des Landes nicht kennen/praktizieren
- mit der Geschichte des Landes und dessen Kulturerbe nicht vertraut sind
- in erster Linie mit der Hoffnung auf ein besseres Leben eingereist sind
- eine schlechte Ausbildung haben

Hand auf's Herz. Wieviele deutschsprachige, in den VAE lebenden Menschen kennst du die....
- Arabisch sprechen
- sich mit der emiratischen Etikette auskennen und diese anwenden
- die emiratischen Gesetze kennen
- die emiratische Freunde haben (ich meine wirkliche FREUNDE nicht Arbeitskollegen....)
- die auf Minirock, Spaghettiträger, Hotpants und durchsichtige Blusen verzichten können
- die sich nach Feirabend auf eine Schweinswurst mit Bier im Hofbräuhaus treffen
- die keinen Schimmer über den Islam haben
- die gar nichts über die emiratische Geschichte und das Kulturerbe wissen
- die hierher gekommen sind, einfach um ein wenig Kohle zu machen, egal wie
- die in ihrem Heimatland arbeitslos sind und eine schlechte Ausbildung haben

Die Bilanz ist traurig!!!
Amüsant fände ich es auf jeden Fall, wenn die emiratischen Medien diese Angelegenheit auch einmal thematiseren würden, genau wie man es in westlichen Ländern macht.
Schlagzeilen wie: "Arabisch in Wort und Schrift für Einwanderung erforderlich" oder "Keine Kirchen mehr für die Christen" etc. etc. etc. das wär' doch mal ein Zündstoff für die hiesige Medienwelt.

Aber eben, was in den westlichen Medien Alltag ist, würde aus der Feder einer
arabischen Zeitung mit ziemlicher Sicherheit als Zumutung eingestuft werden.
So lautet eben mein Fazit nicht "andere Länder, andere Sitten", sondern
"andere Länder, gleiche Sitten".

Labels:

12.10.05

Ramadan in Dubai

Dieses Jahr hat der Fastenmonat in Dubai am 4. Oktober begonnen. Alljährlich freue ich mich auf diese Zeit, weil dann endlich wieder einmal ein wenig Ruhe, Andacht und Gemächlichkeit in die geschäftige Stadt einkehrt. Oft frage ich mich, wieviele Bewohner der Stadt wirklich fasten im Ramadan, denn bei einem Ausländeranteil von mehr als 90% ist es eigentlich ziemlich undurchsichtig, wie hoch der Prozentsatz der in Dubai lebenden Muslime wirklich ist.
Jeden Abend kurz nach Sonnenuntergang ertönt lautstark der Ruf zum Maghrib-Gebet aus den Muezzinen...es ist Zeit das Fasten zu brechen. Traditionell bricht man das Fasten im Kreise der Familie oder mit Freunden. Als Besonderheit im Ramadan finden im Anschluss an das Abendgebet (Asha) die Tarawih-Gebete statt, die jeweils per Lautsprecher übertragen werden. Dies dauert im Schnitt eineinhalb Stunden und viele Neulinge und Touristen in Dubai erschrecken sich, wenn sie zum ersten Mal diese lauten und langen Gebete hören...
Ramadan ist, wenigstens solange wie dieser noch in den "kühleren" Monaten stattfindet, geprägt von langen Nächten in Ramadanzelten mit Freunden. In den Ramadanzelten werden diverse Spezialitäten angeboten und manch' einer gönnt sich auch eine Schischa (Wasserpfeife).
Ramadan ist toll. Man kann seine alten Laster ablegen und nebenbei noch ein wenig abnehmen :-). Nein Scherz beiseite es ist eine sehr schöne Zeit in der eine ganz andere Atmosphäre über der Stadt liegt. Ich wünschte mir, dass diese Stimmung das ganze Jahr hinweg andauern würde aber dann wäre Ramadan ja nichts besonderes mehr. Selbst die Arbeitszeiten sind von Gesetzes wegen kürzer (in der Regel mindestens 2 Stunden kürzer), so dass auch Nicht-Muslime sich oft auf den Fastenmonat freuen, zumindest arbeitstechnisch.
Ach ja, dann gibt's natürlich auch noch eine besondere Kategorie von "Newbies" und Touristen, die finden, dass Ramadan sich ganz besonders dazu eignet, ihre neuen Partyklamotten oder Bademode in der Stadt zu präsentieren. Ganz nach dem Motto: "Wenn alle anderen dezent gekleidet sind, dann fallen meine langen Beine ja besonders leicht auf... Was??? Wieso fragt mich der Taxifahrer wieviel ich die Stunde verlange? Sowas! Hat der kein Benehmen?"
Natürlich fällt es nicht allen Besuchern leicht, sich in der Öffentlichkeit an die Fastenregeln zu halten...von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang nicht rauchen, trinken, essen, fluchen und keine Zärtlichkeiten austauschen....das ist schon vielen zum Verhängnis geworden. Aber ich denke, dass die zahlreichen Reisebüros und Reiseführer für manche Definitionen eine Übersetzung mit anfügen sollten. "Nichts trinken", wird von vielen falsch interpretiert...nichts trinken hat die Bedeutung wie in "keine Flüßigkeit zu sich nehmen" nicht wie in "es ist ja nur Wasser, kein Bier". :-)

Labels: