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26.8.09

Schwedische Gardinen

Das "British Foreign Office" veröffentlichte einen Report über das Benehmen der Briten im Ausland (British Behaviour Abroad Report). Diesem ist zu entnehmen, daß in den 12 Monaten vor dem 31. März 2009 insgesamt 294 Menschen aus England in den VAE verhaftet wurden. Davon waren 48 Drogenfälle. Einer Person könnte sogar das Todesurteil in den VAE drohen - gemäß Bericht.

Es wäre eigentlich interessant, wenn jedes Land der Welt so eine Liste veröffentlichen würde...

Viele Besucher, Touristen, Geschäftsleute oder einfach auch Menschen, die hier leben, nehmen sich oft nicht die Zeit, sich mit den lokalen do's and don'ts zu befassen. Benimmregeln für die Vereinigten Arabischen Emirate findet ihr natürlich auch auf unserer Website.

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12.8.09

Malika Karoum im Knast

Seit Monaten hörten wir Gerüchte über die ehemalige Immobilienangestellte in Dubai, Malika Karoum. Geldwäsche, Waffenhandel, Spion, Geheimdienst, etc. etc. - es hörte sich an wie eine James Bond Geschichte.
Nun ist die Bombe geplatzt. Lest die ganze Story hier.

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12.7.09

Dubai-Lektion: Hochstapler entlarven

Als Leser dieses Blogs wisst ihr, daß ich oft und gerne über die zahlreichen Hochstapler berichte, die sich hier in den Emiraten angesiedelt haben oder es mindestens versucht haben. In den letzten Jahren habe ich immer wieder amüsante Geschichten erlebt mit solchen Betrügern und bei allen ziehen sich einige Merkmale wie ein "roter Faden" durch ihre Strategie:

- Sie sind ausgezeichnete Schauspieler. Eigentlich hätten sie als Schauspieler eine super Karriere gehabt, aber nutzen nun das Talent um in diversen Rollen zu leben.
- Sie sind sehr resolut und angriffslustig. Vor allem, wenn man ihre Lügen und Betrügereien aufspürt, fallen ihnen auf einmal Hunderte von plausiblen Argumenten ein, weshalb man sich in der Annahme irrt.
- Alle Fragen über die Vergangenheit werden nur sehr wage beantwortet. Normalerweise haben Abzocker ein schlechtes Erinnerungsvermögen und wenn man ihnen die selbe Frage nach einem Monat nochmals stellt, erhält man in der Regel eine komplett andere Antwort.
- Sie prahlen immens mit ihren imaginären Finanzen und Lifestyle. "Mein 500m2 Garten, mein letzter Bentley .... meine Stewardess im Privatjet.....etc etc.
- Normalerweise versuchen Hochstapler früher oder später, Geld von einem "auszuleihen".
- Sie lügen über ihren wahren Namen / Herkunft / Familie. Herr Schmidt aus Frankfurt wird dann plötzlich zum unehelichen Halbbruder von Dubais Herrscher, der in einem Palast lebt und mit einer Prinzessin aus Brunei verlobt ist. Sie haben Visitenkarten mit diversen Namen und machen sich auch gerne zum Doktor oder Professor.
- Sie geben nie ihr wahres Alter bekannt.
- Sie versuchen nichts auf Ihren Namen zu kaufen: z.B. Autokauf im Namen der Frau, Hauskauf im Namen der Frau, Warenkauf niemals mit einer Kreditkarte sondern nur immer mit Bargeld (um keine Spuren zu hinterlassen).
- Professionelle Hochstapler sind keine Leute, die man auf den ersten Blick erkennt. Sie tragen Anzüge, können gut argumentieren und schmücken sich mit wichtigen Namen und teuren Gütern.
- Sie nutzen oft das Internet, um sich (oft mit den diversen Identitäten) darzustellen, als Experten zu verkaufen und insbesondere, um neue Kunden zu fangen.
- Sie verstehen es, wie sie die Medien für sich nutzen können und schaffen es oft, ihre fiktiven Projekte durch Reportagen in den Medien glaubhaft zu verkaufen.
- Manche Hochstapler gehen über Leichen. Man muss immer sehr vorsichtig sein.

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6.7.09

Ohne Skrupel - Unterschrift vom Herrscher gefälscht

Wie die Zeitung "The Echo"heute berichtet, hat der skrupellose Engländer, Don Ladell, die Unterschrift von Dubais Herrscher gefälscht, um damit Investoren das Geld aus der Tasche zu ziehen. Nun wurde er zu 2 Jahren Haft verurteilt. Der 25jährige fälschte ein Dokument, in dem Dubais Herrscher angeblich erklärte, daß er 75 Millionen Englische Pfund in ein Projekt stecken würde, wofür er noch zusätzliche Investoren suchte.
Was Leute nicht alles machen für Geld - bin immer wieder erstaunt.

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1.7.09

Abgetaucht: der Franzose und sein U-Boot

Laut diversen Medienberichten ist der ehemalige Manager von Exomos, der U-Boot Abteilung von "Dubai World" abgetaucht, nachdem er angeblich AED 14 Millionen eingesackt hat.
Ja ich weiß, ich fragte mich auch schon grad die ganze Zeit, was "Dubai World" mit einem U-Boot überhaupt vorhatte?
Am vergangenen Sonntag wurde der Franzose in absentia wegen Betrug zu 5 Jahren Haft verurteilt.
Der gute Mann, Herve Jaubert, hat sich abgeseilt und ist momentan auf der Flucht. Seine Firma, Seahorse Submarines, unterzeichnete einen Vertrag mit "Dubai World" für den Bau von zwei U-Booten und erhielt eine Vorauszahlung von AED 1,8 Millonen. "Dubai World" hat im Anschluss die Firma Exomos gegründet und den Franzosen dort als Manager eingestellt. Dann hat er, laut Gericht, angeblich Materialien im wert von AED 11,8 Millionen gekauft, wovon aber niemals etwas in den VAE ankam. Als ob dem nicht schon genug wäre, hat er auch noch AED 1,4 Millionen in Kommissionen eingesteckt von Firmen, die mit "Dubai World" ins Geschäft gekommen sind. Die schlußendlich gelieferten U-Boote seien total unbrauchbar. Herve Jaubert hätte anfänglich versprochen, die Lage zu berichtigen, mit einer Entschädigungszahlung von AED 3 Millionen - ist dann aber aus dem Land geflohen und wird nun weltweit gesucht, angeblich auch mit Interpol.
Naja, also der Mann hatte ja schon vor seiner Ankunft in den VAE, eine recht ungewöhnliche Karriere.
Zudem hat er über diese ganze Geschichte ein Buch veröffentlicht!

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31.5.09

Geplante Abzocke

Ich habe schon oft hier im Blog darüber berichtet. Es gibt leider viele Spinner aus der deutschsprachigen Gemeinde hier in Dubai oder solche, die planen nach Dubai zu ziehen. Wenn ich nicht so viel Humor hätte, wäre ich bestimmt schon lange nicht mehr hier, denn jedes Jahr ca. 2-3 Mal, müssen wir wegen diversen Ganoven den Anwalt einschalten. Manchmal sind es einfach Spinner, die versuchen auf unsere Kosten irendwelche krummen Geschäfte abzuziehen, und manchmal (in letzter Zeit immer öfter), sind es Kunden die ganz gezielt planen, unsere Dienstleistungen nicht zu bezahlen.
Klar, schlussendlich macht es keinen Sinn für uns, X-Tausende Euros auszugeben für Betrüger, die sich nach Deutschland etc. absetzen. Unser Geld kriegen wir schlußendlich trotzdem nicht. Leider gibt es Menschen ohne Moral und Anstand, die genau darauf abzielen....und die dann auch noch schriftlich damit prahlen, wie zum Beispiel dieses Exempel von dieser Woche, inklusive Smiley:

Das ist mir doch egal nach welchem Recht Sie arbeiten.
Ich bin hier in Deutschland und hier zählt Deutsches Recht.
Dann verklagen Sie mich doch :-)

Die Ironie von solchen Geschichten ist diese: What goes around, comes around. Alle Betrüger, die bisher auf unsere Kosten abgezockt haben, sind schlußendlich selbst bei Betrügern gelandet, die sie über den Tisch gezogen haben. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis sich das Schicksal an ihnen rächt. Gleich und gleich gesellt sich gern.

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24.5.09

Heute: Deyaar Gerichtsverhandlung

Letzten Monat haben wir hier im Blog zum Fall des ehemaligen VAE-Finanzministers, Mohammed Bin Kharbash, gebloggt.

Jetzt ist es soweit; in Dubai findet heute morgen die Gerichtsverhandlung statt.
Als Vorstandsdirektor der Immobilienfirma Deyaar soll er beschuldigt sein, 56,6 Millionen AED verschluckt zu haben.
Der amerikanische Ex-CEO von Deyaar, der 43jährige Zack Shaheen, wird heute ebenfalls vor Gericht erscheinen. Laut Anklage soll er 6 Millionen Aktien von Deyaar erhalten haben, 380000 Aktien von Tamweel, 145000 Aktien von der Dubai Islamic Bank und 17.9 Millionen AED in bar als Schmiergeld, damit er dem Ex-Finanzminister "Vorteile" im Wert von 56,6 Millionen AED gegeben hat. In einem separaten Fall wird der Amerikaner angeklagt, von einem Geschäftsmann eine halbe Million AED verlangt zu haben, um Immobilienobjekte im Wert von AED 9,6 Millionen zu verkaufen.
Der indische, ehemalige Operations Manager (noch flüchtig) wurde zusammen mit einem Einheimischen Ex-Kollegen beschuldigt, AED 20 Millionen als Schmiergeld von einer Kundenfirma angenommen zu haben, um ihnen Aufträge von Deyaar zukommen zu lassen.

Lest hier unseren letzten Artikel zum Ex-Finanzminister der VAE.

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23.5.09

Gesucht in Dubai: Festnahme in Bangkok

Foto: AFP

Der Londoner Michael Bryan Smith (s. Foto) wurde in Thailand verhaftet. Der Engländer war seit acht Monaten auf der Flucht vor Dubai, und wurde per Interpol gesucht.

Angeblich hat er 150 Millionen U$ von einer Immobilienfirma in Dubai veruntreut, wo er als Personalmanager angestellt war. Der 43jährige, der mit einer Thailänderin verheiratet ist, wurde letzten Mittwoch im verruchten Nana-Viertel gefasst. Er wird nun an die emiratischen Behörden ausgeliefert.

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9.5.09

Geldwäsche in Dubai

Es ist immer wieder amüsant, wie die lokalen Medien gewisse Vorkommnisse beleuchten. Heute war mal wieder ein typischer Bericht in der Gulf News.

Headline: Dubais Polizei erntet Lob für Zerschlagen eines globalen Netzwerks
"Dubais Polizei hat einen internationale Geldwäsche-Deal im Wert von 28 Millionen U$ aus dem Drogenhandel zerschlagen. (...)"
Die Medien loben und loben die Polizei in den höchsten Tönen. So far so good....aber hat man nicht am Kern der Sache vorbeigeredet??? Die Geldwäsche in Dubai!

Das Geld wurde den Berichten zufolge in Immobilien und Juwelen "gewaschen". Zu diesem Zweck sollen in den VAE viele Zweckfirmen etabliert worden sein. 2008 sind in Dubai 294 Fälle von Geldwäsche registriert worden, wobei nur 42 Leute verhaftet wurden.
Zitat vom Experten und Chef des Geldwäschekomitees bei Dubais Polizei, Younus al Mua'llem: "Die VAE sind nicht Bestandteil eines organisierten Verbrechernetzwerks. Die VAE gehören lediglich zu den Ländern, wo das Geld gewaschen wird."

Eeeeehm??!()(*(&*%^%^@_ Angewandte Dubai-Logik. Kein einziges Wort der Kritik an die Geldwäsche! Nix. Null. Dubai wird sich hüten, die Geldwäschegesetze zu verschärfen. Schließlich will man ja mitverdienen. In diesem Sinne; Happy money laundering an alle.

Ich hatte bereits letzten Dezember zum Thema Geldwäsche in Dubai gebloggt.

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der arabische Madoff


Der arabische Madoff, ein ägyptischer Anlagebetrüger, wurde vor ein paar Tagen in absentia zu 15 jahren Haft verurteilt. Laut dem Kairoer Gericht hat er 85 Menschen, darunter auch diverse Schauspieler, Fußballstars und Politiker um mehr als 60 Millionen U$ betrogen. Der Verurteilte, Nabil Al Bushi, sitzt seit letzten Februar in ...........DUBAI in Haft und erwartet die Gerichtsverhandlung zu anderen Betrugsklagen hier in Dubai. Nabil ist Inhaber der Firma "Optima Security Brokerage". Kairo hat inzwischen bei den emiratischen Behörden die Auslieferung von Nabil al Bushi beantragt.

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30.4.09

Gangster, Gauner & Ganoven

Es gibt nix was es nicht gibt. Ab und zu bin aber auch ich überrascht ob der Dreistigkeit gewisser Individuen. Irgendwie ist hier in Dubai ein Nest von dieser Kategorie Menschen, aber das hatten wir ja schon öfters hier beschrieben.
Die heutige Story sucht aber wirklich seinesgleichen. Ich muß sagen, die meisten Gauner sind sehr kreativ, auch wenn ihre Projekte später meistens an der Intelligenz scheitern.

Ein deutscher Mann, dessen Namen ich mal nicht hier erwähnen will, hat in den letzten zwei Jahren für diverse Gaunereien unsere Postanschrift missbraucht. Er hat sich unter anderem Immobilien im Ausland gekauft, und immer schön unsere Firmenanschrift angegeben, unter Zugabe eines von ihm erfundenen fiktiven Firmennamens. Diese Woche erhielt ich von einem Anwalt einen eingeschriebenen Brief. Darin geht es um eine nichtbezahlte Rechnung dieses gewissen Schlitzohrs. Er residierte nämlich vom März - Ende Oktober 2008 in einer dieser herrschaftlichen Hotelvillas an der Algarve. Die Rechnung in Höhe von mehr als 145.000 Euros hat er sich bequem per Post nachschicken lassen. Natürlich an unsere Adresse.
Gewieftes Kerlchen!
Selbstverständlich haben wir die Angelegenheit mit dem Anwalt geklärt. Aber trotzdem, wie dreist ist der denn drauf?

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28.4.09

Neue Razzia: Dubai 1000 Fonds

"Seit mehr als einem Jahr ermittelt die Staatsanwaltschaft Dortmund nunmehr wegen Betrugverdachts gegen den 35-jährigen Hammer Diplom-Finanzwirt Georg Recker, der für knapp 143 Millionen Euro in Dubai ein 1000-Zimmer-Hotel errichten wollte. Recker hatte - wie mehrfach berichtet - einen geschlossenen Hotelfonds aufgelegt und von knapp 1000 deutschen Geldgebern rund 24,5 Millionen Euro erhalten."
"Während die Anleger nun vor der Frage stehen, ob sie das Risiko einer Schadenersatzklage auf sich nehmen, hält sich der Hammer Finanzwirt seit vielen Monaten konstant in Dubai auf."
Lest hier den ganzen Artikel.

Die Recker Unternehmensgruppe ist auch Herausgeber des Dubai Magazins, in dem Georg Recker regelmäßig seine Artikel veröffentlicht und Reisen nach Dubai bewirbt.

Leser unseres Forums wissen, daß wir schon vor Jahren, seit Ausgabe des Dubai 1000 Fonds, vor einem Investment gewarnt haben.

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25.4.09

Schweizer inhaftiert in Dubai

Vorgestern erschien im Schweizer Tagesanzeiger ein Artikel über einen Schweizer, der in Dubai drei Wochen inhaftiert war.

"Ein Zürcher Unternehmer wurde in Dubai zu Unrecht ins Gefängnis gesteckt. Drei Wochen vegetierte er mit 390 Männern in überfüllten Zellen. Seit vielen Jahren Unternehmer in der Schweiz und den Arabischen Emiraten, hatte er eben in Dubai eingecheckt, ging zur Passkontrolle und zeigte seinen Ausweis. Der Beamte schaute sich das Dokument an, griff zum Telefonhörer, und kurz darauf nahmen ihn drei Uniformierte ohne jede Erklärung fest. Dann wurde er in Handschellen abgeführt. Von der Polizeistation, wo seine Fragen ebenfalls unbeantwortet blieben, wurde er mitten in der Nacht im Kastenwagen ins Al-Rashidiya-Gefängnis gefahren. Man nahm ihm die persönlichen Gegenstände ab und sperrte ihn ins «Loch».

Tatsache ist, daß solche Geschichten hier immer wieder vorkommen. Allerdings ist es ein wenig unverantwortlich, wenn Medien solche Geschichten nur "von einer Seite" her beschreiben und die inhaftierten Landsleute im Ausland immer als unschuldig präsentieren.
Kleiner Denkanstoß: Der Iraner hat angeblich eine Unterschrift gefälscht und hat damit einen Scheckbetrug begangen. Ich gehe mal davon aus, daß dieser Iraner in Dubai lebt. Dann wäre es schlicht und einfach etwas dämlich, wenn er nach diesem ganzen Betrug noch in Dubai leben würde. Schließlich weiß er ja, was ihn erwartet, wenn er auffliegt. Und spätestens als der Schweizer auf Kaution frei kam, sollte er eigentlich schnellstens das Land verlassen haben. Da dies aber nicht der Fall zu sein scheint, (da es Gerichtsverhandlungen gibt), scheint es so, alls ob an dieser Story einige wichtige Details ausgelassen wurden.

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11.4.09

Bavaria Hotel: Deutscher auf Kaution

Die Khaleej Times berichtete kürzlich, daß letzten Mittwoch in Dubai eine Gerichtsverhandlung stattfand, bei der sich ein 47jähriger Deutscher verantworten musste.

Der deutsche Ex-Manager des Bavaria Hotels in Dubai plädierte vor dem Strafgericht auf unschuldig. Er wird angeklagt, Schmiergelder in Höhe von AED 386000 (ca. 77000 Euro) verlangt zu haben, um einem sich bewerbenden Zulieferer den Zuschlag zu garantieren. Die Firma wollte dem Hotel Handtücher, Bettleinen und ähnliche Materialien liefern.

Ein syrischer Manager meinte vor den Ermittlern, daß der Angeklagte ein Manager war und gleichzeitig ein Gesellschafter des Hotels mit einem Anteil von 40%.

Der Deutsche ist zur Zeit auf Kaution auf freiem Fuß.

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9.4.09

Mohammed bin Kharbash

Hier kommt die Schocker-News des Jahres. Seit mehr als 4 Monaten brodelte die Gerüchteküche um diesen Mann. Nun ist es endlich offiziell. Mohammed Khalfan Bin Kharbash, der bis vor einem Jahr der VAE-Staatsminister für Finanzen und Industrie war, wurde von der emiratischen Staatsanwaltschaft angeklagt. Die Anklage lautet: Unterschlagung öffentlicher Gelder und Schädigung der staatlichen Interessen.

Mohammed Kharbash ist 1956 in Dubai geboren.
1979 erhielt er ein Bachelor of Economics von der Boston University und ein Jahr darauf ein Masters in Finanzen an der selben Uni. 1991 machte er seinen Doktor (PhD) an der englischen Exeter Universität mit einer Thesis über die industrielle Förderung. Er war auch ein Gast-Wissenschaftler an der Faculty of law (Jura) der weltberühmten Harvard Universität, wo er zum Thema der wirtschaftlichen Abkommen von Staaten des Golkooperationsrates aktiv war. 1980 wurde er zum Direktor des Investmentamtes am Ministerium für Finanz- und Industrie in den Emiraten, wo er später zum Ministerialdirektor befördert wurde. Er war im Vorstand der VAE-Zentralbank und auch im Vorstand von zahlreichen Banken (u.a. bei der Dubai Islamic Bank). Zudem war er der Vorsitzende der VAE-Telekommunikationsfirma Etisalat. Mohammed Bin Kharbash war ein prominenter Bürger in den VAE und galt als sehr angesehen.

Die Nachrichten haben sich wie ein Lauffeuer verbreitet und sind inzwischen auch auf allen internationalen Medien nachzulesen. Selbst Zeitungen wie die Financial Times, The Wall Street Journal und Business Week etc. berichten über diese Riesenblamage.

Die unoffizielle "Insider Story" ging so: Es war den Herrschern schon lange bekannt, daß der Ex-Minister bei den zahlreichen fehlenden Millionen seine Hände im Spiel hatte. Man hätte ihm nahe gelegt, das Geld 100% zurück zu bezahlen, ansonsten würde man ihn öffentlich "an den Pranger stellen." So wie's ausschaut, hat er die Kohle wohl gut zu verwerten gewusst.
Wie sagt man so schön: "Wer hoch steigt, fällt tief."
Aber eines muss ich den Herrschern doch sehr hoch anrechnen, daß sie ihn tatsächlich in die Mangel nehmen. Denn bisher hat keiner daran geglaubt, daß eine solche Business-Ikone wirklich mal vor Gericht stehen soll.....Wir haben uns schon eh alle gewundert, als er nach so vielen Jahren als Minister plötzlich und unverhofft abdankte.

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6.4.09

Der Zoll sieht rot

Vorgestern hat der Zoll in Saudi-Arabien einen riesigen Schmuggeldeal platzen lassen, der angeblich aus Dubai stammte. 5000 Flaschen der Whisky-Marke Johnny Walker Red Label, wurden in Grannitstein "versteckt". Alkohol ist in Saudi-Arabien nicht erlaubt.



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23.3.09

Deutsche Glücksritter ade....

Bereits im Oktober 2005 haben die VAE mit Deutschland in Abu Dhabi ein Abkommen unterzeichnet, dem die Zusammenarbeit der beiden Länder hinsichtlich Kriminalität als auch Sicherheitsfragen zugrunde liegt. Das Abkommen, das damals von deutscher Seite von Otto Schilly unterzeichnet wurde, beinhaltet Kooperationspunkte hinsichtlich illegalem Waffenhandel, nuklearen und chemischen Waffen, illegaler Einwanderung und Menschenhandel. Wichtige Bestandteile sind auch die Zusammenarbeit in Sachen Geldwäsche, Drogenhandel, gefälschten Markenwaren und Falschgeld als auch Finanz- und Wirtschaftskriminalität.

Im Juni 2007 erhiellten die VAE als eines der ersten Länder in Asien Zugang zur Interpol-Datenbank "Mind and Find". Die Datenbank gilt als die beste von Interpol und enthält Details von mehr als 15 Millionen gestohlenen Dokumenten, inklusive Reisepässen. Ausserdem werden dort über 20 000 gesuchte Verbrecher aus 125 Ländern aufgelistet.

Das Deutsche Bundeskriminalamt hat gestern ein Ko-operationsabkommen mit der Dubaier Polizei unterzeichnet. Die Bekämpfung der organisierten Kriminalität, des Drogenhandels und der Geldwäsche stehen an erster Stelle der Zusammenarbeit.
Jörg Ziercke, der Präsident des Deutschen Bundeskriminalamts (BKA) ist zur Zeit im Rahmen des Internationalen Polizei-Symposiums in Dubai.

Ich habe es zwar schon oft im Blog erwähnt, aber ich möchte es an dieser Stelle nochmals wiederholen: Ich habe noch nie im Leben so viele Kriminelle gesehen, wie hier in den VAE. Viele davon sind aus dem deutschsprachigen Raum. Zahlreiche von ihnen können nicht mehr nach Europa zurück und sind hier "untergetaucht" - oder auch im Knast. Ich hoffe sehr, daß die Zeit der Glücksritter, Halsabschneider, Hochstapler und anderen Kriminellen bald der Vergangenheit angehört, denn ich bin es wirklich leid, jede Woche neue Horrorstorys zu hören. Aber vielleicht steht mir ja noch eine steile Karriere als Kopfgeldjäger bevor....

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12.3.09

Die Schwarzgeld-Oase

Vorgestern lief auf ZDF ein sehr interessanter Bericht, den ihr euch unbedingt hier ansehen solltet.
Obwohl es für Leute wie mich, die in Dubai leben, kein Geheimnis ist, daß dies Alltag ist und daß einem auch alle dargestellten Firmen und Personen bestens bekannt sind, so finde ich es doch erfrischend, daß die Medien auch mal das Kind beim Namen nennen.

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9.3.09

Renoir-Diebstahl: Deutscher in Dubai

Wie die deutschen Medien heute berichten:

Die niederländischen Behörden haben acht seit 1987 vermisste wertvolle Gemälde aufgespürt und im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Entwendung auch einen 45-jährigen Deutschen festgenommen. Wie die Ermittlungsbehörden am Samstag mitteilten, befinden sich unter den sichergestellten Werken Gemälde von Camille Pissarro und Pierre-Auguste Renoir. Die Gemälde wurden – zum Teil mit schweren Beschädigungen - in Valkenburg und in Walem gefunden. Sie waren vor 22 Jahren aus einer Galerie in Maastricht verschwunden. Die Polizei nahm drei Verdächtige fest - den 45-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in Dubai, seine 62-jährige belgische Mutter und einen 66-Jährigen aus Walem.

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18.2.09

Kein Streich mit dem Scheich

Schon wieder ist einer in Haft - auch ohne Urteil. Der Iraner war in Dubai in der Immobilienbranche tätig und hat sich mit einem Mitglied der Herrscherfamilie angelegt.
Die internationalen Medien berichteten bereits darüber - natürlich ist in den lokalen Medien kein Wort von diesem Fall zu lesen. Selbstzensur nennt man dieses Syndrom in den Golfstaaten...

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